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Gold-Nanopartikel gegen Prostata-Krebs

(10. 09. 2019) Speziell behandelte Nanopartikel lassen sich erfolgreich zur Bekämpfung von Prostata-Krebs einsetzen. Das fanden Forscher der Icahn School of Medicine am Mount Sinai Hospital in New York heraus.
 

Mit Gold beschichtete Nanopartikel aus Silizium wandeln nahinfrarotes Licht in Wärme, berichtet die Agentur Pressetext über die Studie der Wissenschaftler in den USA. Sie ist in den renommierten „Proceedings of the National Academy of Science“ publiziert: Demnach töte die Wärme die Krebszellen im Gewebe ab.
 

Auf diese Weise haben die Experten in Tests den Prostata-Krebs besiegt.
 

Laut dem Forschungsleiter Ardeshir Rastinehad schone die neue Behandlung die Funktionen der Prostata. Auch Nebenwirkungen, wie sie bei anderen Therapien oft auftreten - etwa Inkontinenz oder Erektionsstörungen - blieben aus.
 

Nanopartikel gegen die häufigste Tumorerkrankung bei Männern

Prostata-Krebs ist der häufigste Krebs bei Männern. In Deutschland ist er für ein Viertel der Erkrankungen verantwortlich. In den USA ist er die zweithäufigste Todesursache aufgrund von Tumoren bei Männern.
 

Gold-Nanopartikel bekämpfen Prostatakrebs     Foto:  mountsinai.org

Die Wissenschaftler in den USA nutzten für ihre Therapie die so genannte Nanospectra Biosciences. Die Technologie entwicklete der Ingenieur und Chemiker Naomi Halas an der Rice University gemeinsam mit die Bioingenieurin Jennifer West an der Duke University. Rastinehad entwickelte die Technik dieser Thermotherapie nun fort, um die Behandlung auch bei Prostata-Krebs anzuwenden. Die Wissenschaftler behandelten in New York 16 Männer im Alter von 58 bis 79 Jahren mit der Methode: Ein Laser regte die an den Tumoren platzierten Nanoteilchen an.
 

Die Patienten konnten schon wenige Stunden nach dem Eingriff entlassen werden.
 

Gold-Nanopartikel gegen Prostata-Krebs

Die Behandlung setzt Partikel ein, die einen Kern aus Silizium haben. Beschichtet ist er mit Gold. Der Durchmesser liegt bei 150 Nanometern. Wenn diese Teilchen mit Laserlicht bestrahlt werden, erwärmen sie sich und töten dadurch die Krebszellen ab.
 

Später werden die Nanoteilchen auf natürlichem Weg wieder aus dem Körper des Patienten ausgeschieden. Einige bleiben allerdings in Leber und Milz zurück, heißt es in der Agenturmeldung. Dort richteten sie jedoch nach bisherigen Erkenntnissen keinen Schaden an.
 

Kontrolluntersuchungen bei Rastinehads Patienten gab es 48 bis 72 Stunden nach dem Eingriff sowie nach drei und zwölf Monaten. Nach einem Jahr stellte sich heraus, dass die Effektivität dieser Behandlung bei 87,5 Prozent liegt. „Diese Methode erhält die Lebensqualität des Patienten", zitiert die Agentur den Forscher.
 


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