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Einheitliche Risikobewertung von Nanomaterialien in der EU

(22.11.2021) Um Verbraucher und Umwelt vor möglichen negativen Effekten zu schützen und eine sichere Anwendung von Nanotechnologien zu gewährleisten, braucht es europaweit einheitliche Verfahren zur Bewertung und zum Umgang mit Risiken. Daher soll im Rahmen von drei EU-Projekten ein europäisches Gremium entwickelt werden, das ein harmonisiertes, umfassendes Risikomanagement von Nanomaterialien vorantreibt.
 

Der Aufbau dieses wissenschaftsbasierten Gremiums, des sogenannten Nano Risk Governance Council, und die Schaffung der für seine Arbeit notwendigen Rahmenbedingungen ist eine wesentliche Aufgabe der Projekte Gov4Nano, RiskGONE und NanoRigo. Sie werden im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizon 2020 gefördert und laufen bis Ende 2022 bzw. Anfang 2023. In den Prozess sind alle Interessengruppen (Wissenschaft, Forschung, Industrie, Regulierungsbehörden, Zivilgesellschaft) eingebunden. Ziel ist ein gemeinschaftlicher Umgang mit Risiken, bei dem das Risikomanagement mit der Risikoanalyse und -beurteilung sowie der Risikokommunikation verbunden wird.

Das Gremium als zentrale Stelle der EU kann vorhandenes Wissen und Informationen aus den verschiedenen Bereichen zusammenführen, weitere Daten sammeln und auswerten, Maßnahmen bündeln und notwendige Regulierungen in Gang bringen. Es ist ein bedeutender Schritt für die laufenden Bestrebungen, die Risikobewertung von Nanomaterialien weiterzuentwickeln, zu verbessern und zu vereinheitlichen. Somit können der Einsatz und Umgang mit Nanomaterialien sicherer werden bzw. mögliche Risiken frühzeitig erkannt und europaweite Regeln für den Umgang geschaffen werden. Durch die Arbeit des Gremiums und die damit verbundene Harmonisierung bei der Risikobewertung von Nanomateralien sollen die EU-Mitgliedstaaten Nanotechnologien verantwortungsvoll nutzen und dabei mögliche Gefahren im Blick behalten können. Im Hinblick auf Verbraucher sind dabei gesundheitliche und ökologische Risiken und Aspekte hinreichend zu berücksichtigen.

Mehr erfahren

Informationen über das Projekt NanoRigo und die Risikobewertung von Nanomaterialien bietet das Interview mit dem Experten Dr. Andreas Köhler vom Öko-Institut.

Eine Grundlage für die Risikobewertung sind einheitliche Testmethoden, mit denen mögliche Gefahren von Nanomaterialien ermittelt werden können. Bei verschiedenen EU-Projekten geht es u. a. darum, Testmethoden weiterzuentwickeln und an Nanomaterialien anzupassen. Näheres dazu erfahren Sie in dem Beitrag „Weiterentwicklung von Testmethoden“.
 


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