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Kosmetika

Kosmetik-Hersteller sind schon seit Jahren verpflichtet, Verbrauchern auf den Verpackungen offenzulegen, ob und welche Nanomaterialien eingesetzt wurden. Hinter dem Namen des Stoffes in der Liste der Bestandteile steht dann (nano). Diese Bezeichnung ist seither regulärer Bestandteil der so genannten INCI-Deklaration, mit der alle Kosmetikinhaltsstoffe zu kennzeichnen sind. Sie erfahren so ein kleines Detail aus der Herstellungspraxis und können es in Ihre Kaufentscheidung einbeziehen.

Dass auf diese Weise öffentlich wird, in welchen Produkten welche Nanomaterialien eingesetzt werden, hilft zugleich bei der Risikobewertung und Sicherheitsforschung: Forscher und Überwachungsbehörden können so besser abschätzen, welche Bevölkerungsgruppen auf welchen Wegen in welchen Mengen mit welchen Nanomaterialien in Berührung kommen. Gut möglich, dass die Kennzeichnungspflicht künftig Nanomaterialien in Kosmetika sichtbar machen wird, die bislang noch nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung standen.

Ob sich Verbraucher auf diese Kennzeichnungen verlassen können, kontrolliert die amtliche Überwachung. Bislang fehlen jedoch standardisierte Prüfverfahren für die Routineüberwachung. Unsere Bildreportage "Verstecken gilt nicht - Über die Suche nach Nanopartikeln in Kosmetika" gibt einen Eindruck davon, wie die Spezialisten in den Untersuchungsämtern mit dieser Herausforderung umgehen.

Naturkosmetik

Die Naturkosmetik-Industrie muss sich ebenfalls mit der Frage auseinandersetzen, welche Rolle Nanomaterialien in ihren Produkten spielen dürfen. Der Verband der Naturkosmetikhersteller, der das BDIH-Siegel „Kontrollierte Naturkosmetik“ vergibt, hat sich darauf verständigt, den Einsatz von Nanomaterialien in Natur- und in Bio-Kosmetik grundsätzlich zu verbieten.

Allerdings können auf Antrag Nano-Rohstoffe zugelassen werden. Die Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie der Umweltschutz müssen dabei gewährleistet sein.


(Stand: April 2018)


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