Service-Navigation

Suchfunktion

Nano-Kennzeichnung für Kosmetika

Kosmetik-Hersteller sind schon seit Jahren verpflichtet, Verbrauchern auf den Verpackungen offenzulegen, ob und welche Nanomaterialien eingesetzt wurden. Hinter dem Namen des Stoffes in der Liste der Bestandteile steht dann (nano). Diese Bezeichnung ist seither regulärer Bestandteil der so genannten INCI-Deklaration, mit der alle Kosmetikinhaltsstoffe zu kennzeichnen sind. Sie erfahren so ein kleines Detail aus der Herstellungspraxis und können es in Ihre Kaufentscheidung einbeziehen.

Dass auf diese Weise öffentlich wird, in welchen Produkten welche Nanomaterialien eingesetzt werden, hilft zugleich bei der Risikobewertung und Sicherheitsforschung: Forscher und Überwachungsbehörden können so besser abschätzen, welche Bevölkerungsgruppen auf welchen Wegen in welchen Mengen mit welchen Nanomaterialien in Berührung kommen. Gut möglich, dass die Kennzeichnungspflicht künftig Nanomaterialien in Kosmetika sichtbar machen wird, die bislang noch nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung standen.

Kontrolle

Ob sich Verbraucher auf diese Kennzeichnungen verlassen können, kontrolliert die amtliche Überwachung. Bislang fehlen jedoch standardisierte Prüfverfahren für die Routineüberwachung. Unsere Bildreportage "Verstecken gilt nicht - Über die Suche nach Nanopartikeln in Kosmetika" gibt einen Eindruck davon, wie die Spezialisten in den Untersuchungsämtern mit dieser Herausforderung umgehen.

Einen Einblick in die Arbeit der Überwachungsbehörden sowie die geltenden Regelungen für Nanomaterialien in Kosmetik und Informationen zu eingesetzten Stoffen bietet das Interview mit Claudia Baumung vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Karlsruhe.

Naturkosmetik

Zertifizierte Naturkosmetik-Produkte sind an verschiedenen Siegeln zu erkennen. Die bekanntesten sind die Zeichen Natrue, BDIH/Cosmos, Ecocert/Cosmos, Demeter und Neuform.

Der Umgang mit Nanomaterialien ist in diesen Standards unterschiedlich geregelt. Bei einigen ist ihr Einsatz vollständig verboten, bei anderen dagegen für einzelne, genau definierte Anwendungen erlaubt oder kann als Ausnahme auf Antrag zugelassen werden. Dann dürfen beispielsweise mineralische UV-Filter verwendet werden, die Nano-Titandioxid und Nano-Zinkoxid enthalten, sofern sie nach der existierenden Datenlage als sicher gelten können. Mehr Informationen dazu bei Natrue, bei Cosmos, Demeter und Neuform.
 

(Stand: 2021)


Fußleiste