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Einzelne Verbraucherfragen

Umweltschutz durch Nanotechnologien im Auto?

Man hört immer wieder, Nanotechnologien könnten dazu beitragen, die Umwelt zu schonen. Gibt es da beim Autobau entsprechende Ansätze?

Antwort

Ökologisch sinnvoll und potenziell umweltschonend könnten Anwendungen sein, die den Kraftstoffverbrauch der Autos verringern oder dabei helfen, mit weniger Rohstoffen in der Produktionskette auszukommen. Leichtbau und reibungsärmere Motoren sparen Kraftstoff beim Fahren, durch Nanokleber lässt sich der Energieverbrauch in der Fertigung verringern, wo Bauteile mit geringerer Dicke eingesetzt werden können, lassen sich Materialkosten einsparen. Solche Verbesserungen sind durch Nanomaterialien tatsächlich möglich. Für eine abschließende Bewertung der Umwelteffekte muss der gesamte Lebenszyklus des Automobils betrachtet werden – sinkt beispielsweise durch den Einsatz von Nanomaterialien der Energieverbrauch für Herstellung, Betrieb und Entsorgung eines Autos? Oder hebt der hohe Energieeinsatz für die Produktion von Leichtbauteilen oder besseren Motoren den möglicherweise geringeren Kraftstoffverbrauch letztlich auf?

Auch Beschichtungen des Fahrzeugs mit Photovoltaik-Lacken sind heute technisch machbar. Weil die Oberfläche eines Autos verhältnismäßig klein ist, ist die „Energieausbeute“ jedoch gering, wenn man die gesamte Herstellung-, Verarbeitungs-, Nutzungs- und Entsorgungskette berücksichtigt.
Der Einsatz von Nanomaterialien ist auch da sinnvoll, wo die Sicherheit des Fahrers und der Insassen erhöht wird: Crash-Absorber, bessere Reifeneigenschaften und Antireflexionsbeschichtungen, die durch Nanotechnologien verbessert werden, sind einige Beispiele dafür.

(Stand Oktober 2012)

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