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Einzelne Verbraucherfragen

Nanoteilchen in Bauprodukten erkennen

In Baumärkten findet man eine Fülle von Produkten, auf denen „Nano-Eigenschaften“ hervorgehoben werden. Woran erkenne ich, ob da wirklich Nanoteilchen enthalten sind und um welche es sich handelt?

Antwort

In kaum einem anderen verbrauchernahen Bereich werden so viele verschiedene Nanomaterialien eingesetzt wie in Produkten fürs (Aus-)Bauen: Von schmutzabweisenden Fassadenfarben und leicht zu reinigenden Keramiken bis hin zu Solarzellen oder zu schnell härtendem und energiesparendem Zement. Im Moment ist es für Verbraucher jedoch kaum möglich, beim Einkauf mehr über die jeweils ausgelobten „Nano-Eigenschaften“ zu erfahren. Es gibt keine allgemeine Kennzeichnungspflicht für Nanomaterialien in Bau- und Wohnprodukten. Nicht selten werden Produkteigenschaften, die durch Nano-Teilchen möglich werden, gar nicht als solche herausgestellt, manchmal verstecken sie sich hinter Begriffen wie  „schmutzabweisend“ oder „kratzfest“.

In welchen Bauprodukten welche Nanoteilchen zu finden sein können sowie Hintergrundinformationen bietet die Berufsgenossenschaft Bau in ihrem Nanorama.

Weder „Nanotechnologien“ noch die Vorsilbe „Nano“ sind geschützte Begriffe. Es ist also durchaus möglich, mit „Nano“ zu werben, ohne dass Nanotechnologien oder Nanomaterialien für das betreffende Produkt zum Einsatz gekommen wären. Und selbst wenn „Nano-Fassadenfarbe“ korrekt als solche bezeichnet wird, haben Laien aus den Angaben auf Packungen oder Beipackzetteln selten die Möglichkeiten herauszufinden, welche Nanomaterialien tatsächlich zum Einsatz kommen und welche Eigenschaften sie haben. Wer es genau wissen will, muss sich direkt an die Hersteller wenden.

(Stand Oktober 2012)

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