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Unser neues Sofa verbreitet seit dem Kauf einen unangenehmen Geruch im Raum. Werden dabei gesundheitsgefährdende Nanopartikel freigesetzt? 

Nein.

Wenn Möbel unangenehm "chemisch" riechen, liegt die Ursache meist in den Chemikalien, die für die Bearbeitung von Holz, Kunstoffen oder Leder verwendet wurden. Vor allem die leicht flüchtigen organischen Verbindungen sind bekannt dafür, dass sie noch einige Zeit ausgasen. In Holz sind das beispielsweise Formaldehyd und Terpene, Weichmacher in Lacken oder Lösemittel für Wachse, beim Leder bestimmte Gerb- und Farbstoffe sowie Konservierungsmittel. In der Regel ist es eine Mischung verschiedener Stoffe.

Normalerweise verfliegt der Geruch nach einigen Tagen und Wochen. Wenn neue Möbel (oder andere Einrichtungsgegenstände, Bodenbeläge oder Wandfarben) länger als vier Wochen unangenehm riechen, ist das ein Grund für eine Reklamation beim Händler. Ist der Geruch verflogen, sind zwar die flüchtigen organischen Verbindungen ausgegast – ob Schadstoffe in der Raumluft sind, ist aber damit nicht geklärt. Sie könnten auch geruchlos sein.

Wahrnehmbare Geruchsspuren sind keine Nanopartikel. Selbst wenn Leder oder Holz mit Farben, Beschichtungen oder Schutzmitteln behandelt worden sind, die Nanopartikel enthalten wären diese in jedem Fall fest in die Oberflächen eingebunden. Das bleiben sie auch bei Benutzung. Wenn sich Teilchen von den Oberflächen lösen und in den Hausstaub übergehen, so sind diese zwar klein, aber keine isolierten Nanopartikel.


(Mai 2018)


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