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Einzelne Verbraucherfragen

Nano-Kennzeichnung für Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente?

Für Lebensmittel gibt es eine Nano-Kennzeichnung. Umfasst sie auch Micellen, Liposomen und Vesikel? Und gelten diese Regeln auch für Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente?

Antwort

Nahrungsergänzungsmittel gehören rechtlich zu den Lebensmitteln. In der Zutatenliste muss daher vermerkt sein, wenn eine Zutat zu den „technisch hergestellten Nanomaterialien“ gehört. Dann findet sich hinter dem Namen der Zutat die Ergänzung „(nano)“.

Welche Zutaten zu den „technisch hergestellten Nanomaterialien“ gehören, ist dabei in der Lebensmittelinformationsverordnung eng definiert. Vesikel, Micellen und Liposomen gehören demnach rechtlich nicht in diese Gruppe, weil ihre besonderen Eigenschaften keine Folge davon sind, dass sie nur wenige Nanometer messen. Mehr über die Nano-Kennzeichnung für Lebensmittel erfahren Sie hier.

Anders verhält es sich bei Medikamenten. Im Arzneimittelrecht gibt es keine eigene Definition für Nanomaterialien. Auch in der Liste der Inhaltsstoffe, die in der Packungsbeilage zu finden ist, muss die Partikelgröße der eingesetzten Rohstoffe nicht gekennzeichnet werden. Genaue Auskunft kann daher nur der Hersteller geben. Für zwei häufig eingesetzte Rohstoffe (Titandioxid und hochdisperses Siliciumdioxid) haben wir eine Einschätzung vorgenommen, die Sie hier finden.

(Stand Dezember 2016)

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