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Einzelne Verbraucherfragen

Nanomaterialien zum Klären und Filtern

Welche Nanomaterialien werden in Lebensmittel als Klärstoffe oder zum Filtern eingesetzt?

Antwort

Klärmittel sind technische Hilfsstoffe, die in der Produktion von flüssigen Lebensmitteln wie beispielsweise Bier oder Fruchtsäften eingesetzt werden, um Schwebstoffe zu binden. Sie werden in einem weiteren Produktionsschritt wieder abgefiltert, so dass sich im fertigen Produkt allerhöchstens Spuren davon finden.
In der der Herstellung von Bier, Wein und Fruchtsaft wird dafür beispielsweise Bentonit, ein natürliches Tonmineral aus Vulkangestein, genutzt. Die einzelnen Partikel dieses Klärmittels können selbst durchaus größer sein als 100 nm. Ihre innere Oberfläche ist jedoch nanostrukturiert. Das Tonmineral quillt stark auf und bindet an seiner inneren Oberfläche Trub- und Schwebstoffe, Eiweiß oder Bitterstoffe. Diese Stoffe werden zusammen mit dem Bentonit abgefiltert, so dass die Getränke klar und transparent zurückbleiben. Klärmedien dienen als technische Hilfsstoffe und müssen nach dem Einsatz vollständig aus dem Lebensmittel entfernt werden.

Ein wichtiges Anwendungsfeld von Nanotechnologien ist außerdem die Nano-Filtration. Hier ist ein physikalisches Trennverfahren gemeint, bei dem feinste Poren in den Filtermembranen Teilchen in der Größe bis ca. 1 nm abtrennen können. In diesen Verfahren werden keine Nanomaterialien im Sinne einzelner, winziger Einheiten eingesetzt. Die Vorsilbe „Nano“ bezieht sich stattdessen auf die Porengröße der Membranen in den Filtern. Nano-Filtration wird bei der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt, da so ein Großteil von Bakterien, Viren oder Pestizide mit geringem technischem Aufwand aus dem Wasser entfernt werden können. Auf diese Weise wird auch Milch gereinigt.

(Stand: Dezember 2012)

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