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Nano-Cellulose in Lebensmitteln?

Sind die Lebensmittelzusatzstoffe E 460i, E 464 und mikrofibrillierte Cellulose Nanopartikel? Woran erkenne ich das?

Antwort

Mikrofibrillierte Cellulose (MFC) gehört zu den Nanofasern. Sie darf in keiner Art von Lebensmitteln eingesetzt werden. MFC wird als Hilfsstoff in der Produktion von Papier und Kunststoff genutzt.

Mikrokristalline Cellulose (E 460) ist tatsächlich als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Sie dient als Füllstoff, Stabilisator und Trennmittel. Damit mikrokristalline Cellulose in Lebensmitteln eingesetzt werden darf, muss sie bestimmte Forderungen an Reinheit und Beschaffenheit erfüllen. Auch die Partikelgröße ist vorgeschrieben: Die Cellulose-Partikel müssen überwiegend mindestens 5 Mikrometer groß sein. Der Gesetzgeber lässt eine kleine Abweichung zu: Höchstens 10 °% des Pulvers darf aus kleineren Partikeln bestehen. Dass darunter auch Nanopartikel sind, kann nicht ausgeschlossen werden. Es ist jedoch nicht beabsichtigt und angesichts des recht großen Zielwerts von 5 Mikrometern(1 µm = 1.000 nm) auch nicht sehr wahrscheinlich.

Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass sehr kleine Cellulose-Partikel (deutlich weniger als 5 µm) die Darmwand durchdringen können. Schädliche Effekte konnten bisher nicht nachgewiesen werden. Die Hinweise waren dennoch der Grund dafür, dass eine Mindestgröße für die Cellulose-Partikel festgelegt wurde.

Für Hydroxypropylmethylcellulose (Celluloseether, E 464) gibt es keine eigens vorgeschriebene Größe der Partikel. Im einschlägigen Rechtstext wird sie jedoch eindeutig als Cellulose-Abkömmling definiert. Daraus ergibt sich, dass auch hier die Mindestgröße der Partikel weit überwiegend bei 5 µm liegen muss. Der Zusatzstoff wird als Emulgator, Füllstoff, Stabilisator, Überzugsmittel und Verdickungsmittel eingesetzt.
Ob ein Lebensmittel Cellulose oder seine Abkömmlinge enthält, wird in der Zutatenliste angegeben. Dort finden Sie stets die Funktionsklasse (z.B. Stabilisator) gefolgt vom Namen oder der E-Nummer. Inhaltstoffe, die zu den technisch hergestellten Nanopartikeln gehören, werden nach ihrem Namen durch den Hinweis „(nano)“ ergänzt.

(Dezember 2017)



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