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Einzelne Verbraucherfragen

Patientenaufklärung vor einer Therapie mit Nano-Medizin

Wie läuft die Aufklärung im Vorfeld der Therapie, wenn Medikamente oder Medizinprodukte mit Nanomaterialien zum Einsatz kommen?

Antwort

Der Arzt muss jeden Patienten vor der Behandlung über die Art dieser Behandlung sowie die möglichen Risiken informieren. Klare gesetzliche Vorschriften setzen den Rahmen für diese Aufklärungspflicht. Sie ist gänzlich unabhängig davon, ob die Therapie auf dem Einsatz von Nanotechnologien beruht oder nicht.

Sinn eines Aufklärungsgespräches beim Arzt ist es, dass Patientinnen und Patienten selbst entscheiden können, ob eine Behandlung vorgenommen wird oder nicht (Selbstbestimmungsrecht). Patienten müssen einen vom Arzt vorgeschlagenen Eingriff oder eine Therapie schriftlich durch ihre Einwilligung bestätigen. Fehlt eine solche Einwilligung, wäre die Behandlung rechtswidrig. Ärzte müssen den Patienten Informationen zur Verfügung stellen, damit diese eine Entscheidung treffen können. Es ist also sehr wichtig, dass diese Informationen verständlich und umfassend sind.

Inhaltlich muss eine solche Patienteneinwilligungserklärung Erfolgschancen, Risiken und Nebenwirkungen sowie mögliche Folgen der Behandlung und alternative Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen. Diese rechtlich vorgeschriebenen Pflichten gelten unabhängig davon, ob Nanomaterialien oder Nanotechnologien eingesetzt werden oder nicht.

(Stand: Dezember 2012)

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