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In Pigmentpulvern sind Nanoteilchen. Ist das gefährlich für die, die sie verwenden?

Wer mit Farbpigmenten arbeitet, sollte also sehr vorsichtig zu Werke gehen, Staubbildung vermeiden und dafür sorgen, dass das Pulver direkt in die zu färbende Masse kommt. Einmal vermengt, lösen sich die Farbpartikel jedoch nicht mehr aus dem Bindemittel und auch nach dem Auftragen als Farbe bleiben die einzelnen Pigmentteilchen in der Schicht gebunden.
 

Hintergrund:

Farbpigmente sind fein vermahlene, färbende Substanzen. Sie werden in ein Trägermaterial eingemischt und gleichmäßig verteilt. Dabei bleiben sie jedoch stets als einzelnes Teilchen bestehen.

Die färbenden Materialien können sehr verschiedener Natur sein – von färbenden Pflanzenteilen, über synthetisch hergestellte Farbstoffe bis hin zu Metallen kann alles zu Pigmenten vermahlen werden. Dass beim Mahlen auch Nanoteilchen entstehen, ist durchaus möglich.

Die Farbstoffe haben jeweils sehr unterschiedliche toxikologische Eigenschaften – manches Pigment besteht aus ganz harmlosem Material, manches ist giftig für Wasserorganismen, anderes reizend für die Haut und so weiter. Das Risiko, das von allen ausgeht, liegt vor allem darin, dass sie sich als Staub leicht in der Luft verteilen und eingeatmet werden können. Da spielt es keine Rolle, ob das Farbpulver aus Staub, Feinstaub (Partikel kleiner als 10µm), Nanopartikeln oder einer Mischung aus allem besteht: Beim Einatmen löst Staub Reizungen der Atemwege oder sogar Entzündungsreaktionen aus. Im Kontakt mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen wirken Staubpartikel ebenfalls reizend und können unter Umständen allergische Reaktionen hervorrufen. Wer mit Farbpulvern arbeitet, sollte daher immer einen Staubschutz tragen.
 

(Dezember 2018)
 


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