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Einzelne Verbraucherfragen

Nanopartikel in Nahrungsergänzungsmitteln?

Manche Hebammen empfehlen für Säuglinge probiotische Tropfen. In einigen Produkten ist auch der Zusatzstoff E 551 (Siliciumdioxid) enthalten. Sind das Nanopartikel? Und wenn ja: Sind sie gefährlich?

Antwort

Probiotische Tropfen gehören zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Sie sind nicht speziell für Säuglinge gedacht, müssen also keine besonderen Regeln einhalten. Der Lebensmittelzusatzstoff Siliciumdioxid (E 551) darf solchen Tropfen zugesetzt werden, damit die Flüssigkeit etwas zähflüssiger wird, also langsamer fließt. Das erleichtert die Dosierung. Weit häufiger wird E 551 jedoch in pulverförmigen Produkten, wie beispielsweise Würzmitteln oder Getreidebeikost, eingesetzt. Dort sorgt es dafür, dass alle Bestandteile voneinander getrennt bleiben. Es verhindert dadurch das Verklumpen und gewährleistet, dass das Produkt gleichmäßig aus der Verpackung rieselt. Daher wird es auch als Trennmittel oder Rieselhilfsstoff bezeichnet.

Sind Nanopartikel drin?
Siliciumdioxid wird in Form von Pulvern eingesetzt, die stets Partikel sehr unterschiedlicher Größe enthalten (es ist amorph). Ein wesentlicher Teil davon misst tatsächlich nur wenige Nanometer. Die einzelnen Partikel des Siliciumdioxids liegen jedoch nie einzeln vor, sondern stets in festen Zusammenballungen (Aggregaten). Diese Aggregate bleiben auch im Lebensmittel selbst erhalten. Die Tropfen enthalten also keine freien Nanopartikel aus Siliciumdioxid.

Ist es gefährlich?
Wie jeder Lebensmittelzusatzstoff wurde auch Siliciumdioxid umfassend untersucht, bevor es eine Zulassung und eine E-Nummer bekam. Diese Untersuchungen wurden mit amorphem Siliciumdioxid durchgeführt. Dabei erwies sich die Substanz als unbedenklich. Der menschliche Organismus kann Siliciumdioxid weder aufnehmen noch verwerten. Es wird unverändert ausgeschieden. Nach allem, was bisher bekannt ist, gilt das in allen Fällen, egal wie fein das Siliciumdioxid-Pulver vermahlen ist.

Sowohl Siliciumdioxid als auch einige andere Zusatzstoffe werden derzeit erneut überprüft. Die Größe und Verteilung ihrer Einzelpartikel spielt dabei eine besondere Rolle. Mehr dazu finden Sie in unserem Beitrag "Lebensmittel und Verpackungen".

(Stand November 2014)

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