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Ich möchte für meine Kinder eine Zahnpasta, die ohne Nanopartikel hergestellt ist, aber die empfohlene Menge Fluorid enthält. Woran kann ich sie erkennen?

Schauen Sie in die Liste der Inhaltsstoffe. Wenn dort kein Inhaltsstoff mit dem Zusatz (nano) vorkommt, wurden keine Nanopartikel eingesetzt. Bis auf sehr wenige, sehr spezielle Produkte, werden Zahncremes bislang ohne absichtlich hergestellte Nanomaterialien hergestellt. Wieviel Fluorid zugesetzt ist, steht ebenfalls auf der Tube.
 

Hintergrund

Kosmetik-Inhaltsstoffe, die rechtlich als Nanomaterial gelten, müssen in der Liste der Inhaltsstoffe entsprechend gekennzeichnet werden. Hinter dem Namen des Stoffes steht dann (nano). Im Alltag ist diese Klammer vor allem auf Sonnenschutzprodukten finden, weil die wirksamsten UV-Filter nanoskalig sind. Auch Make up, Puder und Tagescremes können solche UV-Filter enthalten. In Mascara, Lidschatten und anderen dekorativen Kosmetika kann zudem nanoskaliges Carbon black enthalten sein.

In Zahnpasta werden dagegen derzeit keine absichtlich hergestellten Nanopartikel eingesetzt. Deshalb suchen Verbraucher die „Nano-Klammer“ dort vergeblich. Allerdings kann der weiße Farbstoff Titandioxid unbeabsichtigt Nanopartikel enthalten. Sie entstehen bei der Herstellung. Ihr Anteil ist gering, für den weißen Lebensmittelfarbstoff E 171 schätzt man ihn auf etwa 3 %. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass er in dem Titandioxid für Kosmetika wesentlich höher liegen sollte.

Wer Titandioxid meiden will, wird in jedem Drogeriemarkt schnell fündig: Es gibt eine Reihe von ganz gewöhnlichen Zahncremes für Kinder (und Erwachsene), die ohne diesen Farbstoff auskommen aber die empfohlene Menge Fluorid enthalten. In der Liste der Inhaltsstoffe ist er als TITANIUM DIOXIDE oder als CI 77891 aufgeführt.
 

Mehr erfahren

Was bisher über Nanomaterialien in Kosmetika bekannt ist, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.
Vor einigen Wochen machte die Meldung Schlagzeilen, dass Frankreich Titandioxid für Lebensmittel verbieten wolle. Für Kosmetika, in dem es – oft in identischer Form – eingesetzt wird, wird dieses Verbot jedoch nicht angestrebt. Die Begründung, den tatsächlichen Stand der Wissenschaft und mehr finden Sie hier.
 

(Mai 2019)
 


Noch mehr Fragen und Antworten finden Sie in der Übersicht.
 

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