Service-Navigation

Suchfunktion

Baden-Württemberg für einheitliche Definition

(4.5.2018) Für dieses Jahr hat sich die EU-Kommission vorgenommen, die Definition des Begriffs „Nanomaterialien“ auf den Prüfstand zu stellen. Das ist dringend nötig, denn die Definition ist Grundlage für gesetzliche Regeln und die amtliche Überwachung. Staatssekretärin Gurr-Hirsch übermittelt der Europäischen Kommission dafür konkrete Forderungen.

Staatssekretärin Gurr-Hirsch.
Bild: MLR/Alexander Louvet


Auf Einladung der Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, diskutierten Vertreterinnen der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlamentes, der Kosmetik-Industrie, der amtlichen Überwachung und des Verbraucherschutzes am 19. März 2018 in Brüssel über die Möglichkeiten, die EU-Kennzeichnung von Nanomaterialien in Kosmetika weiter zu entwickeln. Im Rahmen dieses Parlamentarischen Abends leiteten die anwesenden Expertinnen aus ihren Erfahrungen mit der Regulierung, Überwachung und Kennzeichnung kosmetischer Mittel eine Reihe von Forderungen ab:

Empfehlungen für die Überwachung

  • Einheitliche Definition für „Nanomaterial“ im Kosmetik- und Lebensmittelrecht sind erforderlich
  • Rechtsbegriffe sollten in den Definitionen näher bestimmt werden
  • Standardisierte Methoden der Analytik, die Vergleichbarkeit ermöglichen und routinetauglich sind
  • Bessere Kommunikation der Spezifikationen innerhalb der Wertschöpfungsketten
  • Bessere Zusammenarbeit und Koordination der Überwachungsbehörden
  • Gemeinsame Testlabors (union testing laboratories) einrichten und unterstützen, die Methoden entwickeln und schwerpunktmäßig testen

Empfehlungen zum Verbraucherschutz

Staatssekretärin Gurr-Hirsch im Gespräch mit Dr. Elke Anklam (Direktorin für Gesundheit, Konsumenten, Referenzmaterialien an der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission).
Bild: MLR/Alexander Louvet.
  • Kennzeichnung der Inhaltsstoffe auf Kosmetika im Ganzen verbessern
  • Begleitende zielgruppengerechte Verbraucherkommunikation: INCI
  • Verpflichtende INCI im Online-Handel
  • Verbraucherfreundliche Übersicht über Nanomaterialien in Alltagsprodukten (Produkt-Datenbank über Observatory hinaus)

Als ganz konkreten Beitrag zur Weiterentwicklung der EU-Definition und -Kennzeichnung von Nanomaterialien leitete Frau Gurr-Hirsch diese Forderungen an die entscheidenden Mitglieder der DG Grow (Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU) sowie die EU-Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU weiter.


Um die Entwicklung belastbarer Methoden zur zuverlässigen Bestimmung von Nanomaterialien voranzuteiben, vereinbarte das Verbraucherministerium Baden-Württemberg darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Joint Research Center der Europäischen Kommission und der Überwachungsämter und Labors in Baden-Württemberg, vor allem dem CVUA Karlsruhe.


Mehr über die Diskussionen auf dem Parlamentarischen Abend finden Sie hier sowie auf den Seiten der CVUA Karlsruhe.


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.

Kommentare (0)

Es können folgende HTML Formatierungen verwendet werden: <b> <i> <u>

Fußleiste