Service-Navigation

Suchfunktion

Diskussion über advanced materials

(13.08.2019) Nanomaterialien nur eine Gruppe unter vielen neuartigen Materialien für die verschiedensten Anwendungsfelder. Viele dieser Werkstoffe sind ebenfalls sehr klein strukturiert; einige werfen große Fragen auf. Im NanoDialog der Bundesregierung standen daher zuletzt die „advanced materials“ im Mittelpunkt. Die Dokumentation ist nun online.
 

Werkstoffe und Materialien, die Eigenschaften und Funktionalitäten mitbringen, die sich deutlich vom bisher Bekannten unterscheiden, werden auch unter der Überschrift „advanced materials“ (deutsch etwa: Neuartige Materialien) zusammengefasst. Zwar stellt der Begriff selbst weder auf bestimmte Größenbereiche noch auf physikalische Formen oder spezifische Eigenschaften ab. Gemeinsam scheint den vielfältigen Werkstoffen jedoch zu sein, dass sie Eigenschaften mitbringen, die sich nicht allein aus der Chemie ihrer Rohstoffe erklären lässt. Die Nanomaterialien, bei denen Partikelgrößen und Oberflächenbeschaffenheit entscheidend für die Eigenschaften sind, sind dabei eine besonders prominente Gruppe. Infolge der gesetzlichen Definitionen werden dieser Gruppe bislang nur jene Materialien mit Abmessungen bis 100 nm zugeordnet. Tatsächlich spielen sich viele Oberflächen- und Strukturphänomene aber im Bereich 0 bis 1.000 nm ab, so dass auch andere advanced materials Fragen und Antworten auf der Nano-Ebene aufwerfen.

So wie Nanomaterialien werden auch andere advanced materials schon heute in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen und Produkten eingesetzt. Einige dieser Materialien geben Werkstoffen neue Funktionen, andere ermöglichen gänzlich neue Produkte oder Fertigungsverfahren; sie könnten helfen, (kritische) Rohstoffe einzusparen, elektronische Geräte leistungsfähiger zu machen, negative Umweltwirkungen von Prozessen zu verringern oder neue Heilungsmöglichkeiten in der Medizin schaffen.
 

FachDialog gab Überblick

Im Rahmen des NanoDialogs der Bundesregierung initiierte das federführende Bundesumweltministerium (BMU) einen Meinungsaustausch zum Stand der Forschung und Regulierung der advanced materials. Im Laufe des zweitägigen FachDialogs stellten Industrie, Behörden, Umwelt- und Verbraucherverbände ihre Sicht auf das Thema dar. Fünf Bundesoberbehörden gaben einen Einblick in ihre Tätigkeiten auf diesem weiten Feld, das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellte seine zukünftige Material-Dachstrategie vor. Anhand von fünf ganz konkreten Anwendungsbereichen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ob und welche umwelt-, verbraucher- und gesellschaftspolitischen Fragestellungen sich daraus ergeben könnten und wie sie gegebenenfalls gesetzgeberisch zu handhaben wären. Dabei zeigte sich, dass die Erfahrungen aus der Debatte um einen verantwortungsvollen Umgang mit Nanotechnologien auch für diese, noch lange nicht abgeschlossene, Diskussion hilfreich sein werden, geht es doch im Kern um die Frage, wie Materialinnovationen im Sinne der umwelt- und gesellschaftspolitischen Ziele eingesetzt werden können.
 

Die Zusammenfassung der Diskussion finden Sie hier.
Einen Überblick über den NanoDialog der Bundesregierung sowie die FachDialoge der vergangenen Jahre gibt das BMU hier.
 


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.
 

Kommentare (0)

Es können folgende HTML Formatierungen verwendet werden: <b> <i> <u>

Fußleiste