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Lotos-Oberflächen aus Metall

(20.01.2019) Wären Schüsseln, Arbeitsplatten und Maschinenteile in der Lebensmittelindustrie flüssigkeitsabweisend und antibakteriell wie das Lotosblatt, könnte man mit deutlich weniger Reinigungsmitteln hygienischer arbeiten. Einem europäischen Forschungsteam, zu dem auch Wissenschaftler der Universität Stuttgart gehören, ist ein großer Schritt in diese Richtung gelungen.
 

Was in der Natur einfach wächst, ist schwer aus Metall nachzubauen: Die Blattoberfläche des Lotosblattes (und vieler anderer Pflanzen) weist winzige Spitzen und Vertiefungen auf. Wasser und andere Flüssigkeiten finden keinen Halt, formen sich zu Tropfen, perlen ab. Auch Bakterien können auf dieser Oberfläche kaum haften und zudem ohne Wasser nicht überleben.

Wissenschaftlern des Projektes TresClean, unter ihnen Forscher des Instituts für Stahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart, ist es nun gelungen, eine solche Oberfläche auf Metallblechen zu erzeugen. Gemeinsam entwickelten sie die Geräte und das Verfahren, in dem die Bleche mittels Laser nanostrukturiert und zugeschnitten werden. Das Ergebnis sind antibakterielle Metalle, die sich in industriellem Maßstab herstellen lassen.

Der Einsatz antibakterieller Metalloberflächen ist nicht nur für die sehr keimanfällige Lebensmittelindustrie interessant. Auch medizinische Geräte, Großküchen und Maschinen für hygienisch sensible Bereiche könnten dadurch verbessert werden.
 

Mehr Informationen sowie ein anschauliches Video über das Projekt und seine Erfolge finden Sie (auf Englisch) unter www.tresclean.eu.
 


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.
 

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