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Magnet-Roboter in Erlangen bekämpft Krebs

Er ist ein Zwei-Tonnen-Monstrum: Der weltweit erste Magnet-Roboter wird von Ärzten am Uni-Klinikum Erlangen in der Nanomedizin verwendet. Er soll zielgenau gegen Krebs helfen.
 

In der Nanomedizin kommen Teilchen zum Einsatz, die 10.000-mal kleiner sind als der Durchschnitt eines menschlichen Haars. Mithilfe des neuen Roboters sollen jetzt laut einem Bericht des bayerischen Fernsehens zielgenau Tumore im menschlichen Körper zerstört werden.
 

Der Roboter wurde in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik in der Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin – kurz SEON installiert. Dort arbeiten Mediziner unter anderem daran, Krebszellen so präzise wie möglich auszuschalten. Dadurch sollen das umliegende Gewebe geschützt und die Krebszellen effektiver angegriffen werden. Allerdings, so schreibt der BR auf seiner Webseite, dauere es noch bis der Magnet-Roboter auch tatsächlich bei der Behandlung von Menschen eingesetzt wird. Zunächst müssten Forschungsgelder für weitere benötigte Studien zusammenkommen.
 

Prof. Dr. Alexiou (rechts) und Dr. Lyer am Magnet-Roboter in der Uni-Klinikum Erlangen, Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen
Roboter feinfühliger als handbetriebener Magnet

Die Mediziner nutzen magnetische Nanopartikel als Medikamenten-Transportmittel, die sie mit einem Magnetfeld direkt in das erkrankte Gewebe dirigieren. Bislang kam ein handbetriebener Magnet zum Einsatz. Mit dem neuen Roboter gelinge die Arbeit der Mediziner, so das Klinikum, nun noch präziser. Die Bewegungen der Magnetspitze des Roboters seien feinfühliger als die der menschlichen Hand.
 

Der Roboter arbeite halb automatisch: „Programmieren und steuern müssen ihn speziell geschulte Mitarbeiter“, zitiert der BR, Prof. Dr. Christoph Alexiou, den SEON-Leiter.
 


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.
 

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