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Mehr über Nanomaterialien wissen

(17.12.2020) Wenn Produkte Nanomaterialien enthalten, möchten Verbraucher darüber beim Kauf informiert werden. Das ergab eine kürzlich veröffentlichte Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für Nanomaterialien (EUON), für die jeweils 1.000 Personen aus fünf EU-Ländern zu ihren Einschätzungen befragt wurden. Sie zeigte auch, dass es einen Bedarf an geeigneten Informationen für Verbraucher zu Nanomaterialien gibt.

Vor allem bei Produkten, mit denen sie direkt in Kontakt kommen, sind Verbrauchern Angaben zu Nanomaterialien wichtig. Dazu gehören Lebensmittel, Kosmetika, Medikamente, Textilien oder Spielzeug. Die Hinweise könnten beispielsweise auf dem Etikett oder der Verpackung zu finden sein. Bei Haushalts- und Elektrogeräten, Computern oder Autos sind diese Informationen für sie dagegen weniger von Bedeutung.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass Wissen und Kenntnisse über Nanomaterialien bei den befragten EU-Bürgern insgesamt noch immer eher gering ausgeprägt sind - trotz steigender Tendenz in den letzten Jahren. Zudem ließ sich feststellen, dass die Einstellung gegenüber Nanomaterialien stark damit zusammenhängt, wie gut die Befragten darüber informiert sind. Wer wenig über Nanomaterialien weiß, hat mehr Bedenken, was ihre Sicherheit in Produkten betrifft, als besser informierte Personen. Wenn Verbraucher mehr über Nanomaterialien erfahren möchten, ist das Internet die bevorzugte Informationsquelle.

Bei den abschließenden Empfehlungen der Studie wird auf die Bedeutung von verbrauchergerechten, alltagsnahen Informationen über Nanomaterialien hingewiesen. Dabei soll es um Anwendungen, ihre Vorteile und Risiken sowie Sicherheitsaspekte gehen. Ziel ist, den Wissensstand von Verbrauchern zu verbessern und sie bei ihren Kaufentscheidungen zu unterstützen.

Diesen Beitrag leistet das Nanoportal Baden-Württemberg schon seit knapp 10 Jahren. Seit 2011 finden Verbraucher hier unabhängige und verständliche Informationen zu Nanotechnologien, damit sie sich selbst ein Bild von den Entwicklungen in Forschung und Anwendung machen können.

Nanoportal als Info-Quelle

Der Schwerpunkt liegt auf Anwendungsgebieten, die Verbrauchern im Alltag begegnen, wie Kosmetik, Lebensmittel, Textilien, Medizin und Haushalt - also genau die Bereiche, zu denen sie sich laut aktueller Umfrage mehr Informationen wünschen. Verbraucher erfahren beispielsweise, in welchen Produkten sie mit Nanomaterialien in Kontakt kommen könnten, um was für Verbindungen es sich dabei handelt, was sie bewirken sollen und ob eine mögliche Verwendung in den Produkten zu erkennen ist.

Gerade weil es eine verpflichtende Kennzeichnung für Nanomaterialien bisher nur für die Produktbereiche Kosmetik, Lebensmittel und Biozide gibt, tragen diese Informationen dazu bei, über die Verbindungen und ihre mögliche Verbreitung zu informieren. Prominentes Beispiel ist Nanosilber in Textilien, Haushaltsgeräten und medizinischen Anwendungen. Auch Fragen, warum Nanomaterialien in Lebensmittelzusatzstoffen bisher nicht gekennzeichnet werden müssen, und warum nano-kleine Liposome in Kosmetik ebenfalls nicht unter die Kennzeichnungspflicht fallen, werden hier beantwortet.

Unter dem Navigationspunkt „Sicherheit“ sind Themen zu finden, mit denen sich Experten der Sicherheits- und Risikoforschung befassen. Auch die Aspekte, die nach derzeitigem Wissensstand als gesichert gelten können, werden hier vorgestellt.

Mehr erfahren

Informationen zur der Studie, zu Methoden, Befragungen und Ergebnissen gibt es bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA (in englischer Sprache).

Informationen in deutscher Sprache finden Sie beim Portal Chemie.de.


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.

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