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Nachhaltige CO2-Filter mit Nanomaterialien

(18.09.2020) Schwedische Forscher haben ein umweltfreundliches und kostengünstiges Filtermaterial entwickelt, um Kohlendioxid auffangen und später als Rohstoff weiter verwenden zu können. Dafür setzten sie Zeolithe mit Nanoporen ein, die sie mit einem Schaumstoff aus Zellulose und Gelatine kombinierten.
 

Zeolithe bestehen aus Aluminium-, Silizium- und Sauerstoffatomen und werden auch als Alumosilikate bezeichnet. Sie werden schon seit längerem in Filtermaterialien und Katalysatoren für chemische Reaktionen genutzt. Sie weisen eine mikroporöse Struktur auf und haben Poren, die kleiner als zwei Nanometer sind. Es hat sich gezeigt, dass sie Kohlendioxid besonders gut aufnehmen können.

Die Zeolithe werden in einen ebenfalls porösen Schaum eingelagert, der aus Zellulose und Gelatine besteht. Er bietet Platz für große Mengen an Zeolithen und kann zudem ihre Wirkung unterstützen. In Kombination ergeben beide ein sehr wirksames, stabiles, leichtes und wiederverwendbares Material.

Vorteile

Das Filtermaterial hat gegenüber anderen Verfahren zur Abtrennung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) einige Vorteile. Das gebundene CO2 kann mit Hilfe des hier entwickelten Schaumstoffs einfach, energiesparend und ohne Einsatz von umweltbelastenden Stoffen aufgefangen, isoliert und zurückgewonnen werden. Das macht die Technologie für die Abscheidung von Kohlendioxid und die weitere Nutzung des Kohlendioxids als Rohstoff interessant. Beispielsweise kann es für die Herstellung von Methanol genutzt werden. Auch für die Umsetzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff zu Methan und anderen Kohlenwasserstoffen wird Kohlendioxid benötigt.

Mehr erfahren

Informationen zu den Forschungsergebnissen gibt es bei der schwedischen Chalmers University of Technology und beim Portal chemie.de.
Mehr über Zeolithe finden Sie bei nanopartikel.info, über Kohlendioxid als Rohstoff informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung. 


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.

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