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Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: "Wir brauchen einheitliche Regeln für Nanomaterialien und Nanoprodukte"

(11.06.2018) Auf Einladung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fand in Berlin der 12. Internationale Nano-Behördendialog statt. Der Arbeitsschwerpunkt lag auf dem Thema "Regulation von Nanomaterialien".

Zum Schwerpunktthema "Regulation von Nanomaterialien" fand am 7. und 8. Juni in Berlin der 12. Internationale Nano-Behördendialog statt. Bei dem Treffen ging es auch um den Regelungsbedarf für neuartige Materialien, die bei 3D-Druckverfahren, in der Robotik und zur Energiespeicherung eingesetzt werden. An dem Dialog nahmen 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutzbehörden, Industrie sowie Wissenschaft und NGOs aus Österreich, Liechtenstein, Luxemburg, der Schweiz und dem diesjährigen Gastgeberland Deutschland teil.

Einheitliche Regeln nötig
Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: "Wir brauchen im europäischen Markt einheitliche Regeln für Nanomaterialien und Nanoprodukte. Gemeinsam mit Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg leisten wir dazu eine wichtige Vorarbeit. Regulation bedeutet nicht nur Rechtssicherheit, sondern ebenso Investitionssicherheit. Das stärkt den Wirtschaftsstandort Europa. Bei den sogenannten Schlüsseltechnologien, zu denen die Nanotechnologien zählen, ist dies besonders drängend."

Schwerpunktthemen
Im Zentrum der Konferenz stand die Regulierung von Nanomaterialien in den Bereichen Arzneimittel- und Medizinprodukte, der Kosmetik- und Biozid Verordnung sowie der gerade angepassten Chemikalien Verordnung REACH. Notwendig ist vor allem eine einheitliche Definition von Nanomaterialien in allen Regulierungen, um die Rechtssicherheit für Industrie und Verbraucher zu gewährleisten. Die Vollziehbarkeit der bestehenden Regulierungen durch dafür bereitgestellte Test- und Nachweismethoden ist eine Notwendigkeit, die von allen Teilnehmenden unterstützt wurde. Weiterhin wurde erstmals auf dem Behördendialog die Frage nach Regulation von neuartigen Materialien, den sogenannten "advanced materials" behandelt. Dazu zählen nach Meinung der Behörden vor allem die Anwendungen, die nicht in den Definitionsbereich von Nanomaterialien fallen. Die rasante und komplexe Entwicklung solcher neuartigen Materialien soll mehr in den Fokus von Umwelt und Gesundheit rücken. 3D Druckverfahren, Robotik, Elektronik, Energiespeicherung sind nur einige der vielfältigen Bereiche, in welchen diese eingesetzt werden.

Gute Tradition
Der internationale Nano-Behördendialog ist eine alljährlich stattfindende Dialog-Plattform der Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutzbehörden sowie Industrie, Wissenschaft und NGOs aus den oben genannten deutschsprachigen Ländern. Ziel ist der informelle, grenzüberschreitende Informations- und Erfahrungsaustausch zu aktuellen Themen rund um die Nano-Governance. Die Ergebnisse des Nano-Behördendialogs sind Grundlage für die weitere Diskussion des regulatorischen Handlungsbedarfs auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.


Quelle: Pressemeldung des BMU
Einen Eindruck vom Charakter des Internationalen Behördendialogs bietet unsere Bilderserie "Stimmen im Dialog".


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