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Nano-Rieselhilfe mit Nebenwirkungen

(18.11.2019) Nanopartikel aus Siliziumdioxid (Kieselsäure) können in Darmzellen die Verwertung verdauter Eiweiße stören. Das führe unter anderem etwa zu Wachstums Störungen – zumindest bei Fadenwürmern. Das berichten jetzt Wissenschaftler am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf.
 

Fadenwurm (Caenorhabditis elegans)   Foto: Wikimedia Commons 2.5

Die Forscher konnten den Effekt bislang jedoch lediglich im Labor an Fadenwürmern (Caenorhabditis elegans) untersuchen. Das Siliziumdioxid im Nano-Maßstab würde in den Darmzellen der Versuchstiere eingeschlossen. Es stünde damit nicht mehr für den Stoffwechsel der Versuchsorganismen zur Verfügung, berichtet jetzt die „Saarbrücker Zeitung“ über die Forschungen im rheinischen Labor des Leibniz-Instituts. Eine Folge: Die Würmer wuchsen offenbar langsamer und blieben kleiner.
 

Siliziumdioxid als „Eiweißfalle“

Die Zeitung zitiert Professor Anna von Mikecz mit den Worten: „Silika-Nanopartikel wirken im Darm des Fadenwurms als Eiweißfalle.“ Die Würmer blieben klein, hätten weniger Nachkommen und alterten schneller.
 

Laut der Pressemeldung wollen die Düsseldorfer Wissenschaftler nun herausfinden, ob sich die im Darm beobachteten Veränderungen auch auf das Nervensystem auswirken. Danach wollen sie Lebensmittelzusätze mit Siliziumdioxid unter die Lupe nehmen und herausfinden wie diese auf Darmzellen des Menschen wirken.
 

Seit dem Jahr 2014 müssen in Europa alle technisch hergestellten Nanomaterialien in Lebensmitteln im Zutatenverzeichnis aufgeführt werden.
 


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.

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