Service-Navigation

Suchfunktion

Nanohelfer verbessern Früherkennung

(13.12.2019) Wissenschaftler am Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering der Harvard Universiät in Cambridge (USA) revolutionieren die medizinische Diagnostik. Sie entwickelten ein tragbares und später auch einmal von Laien nutzbares, smartes Messgerät. Durch eine neuartige Beschichtung der sensiblen Sensorik ermöglicht es weltweit bislang einmalig – ähnlich wie dies bisher schon Insulinmessgeräte erlauben – zahlreiche Biomarker zu erkennen und so Aussagen über die Gesundheit von Menschen zu treffen.
 

Über die Forschung der Wissenschaftler berichtet das Wissenschaftsblatt Nature Nanotechnology. Geleitet hat das Team der Gründungsdirektor des Wyss Instituts, Donald Ingber.
 

Zuckerkranke kennen solch einfach medizinische Helfer schon länger. Sie kontrollieren mit ihrem Glukometer regelmäßig selbst den Insulinspiegel im Blut. Bei anderen Markern, funktioniert dies bislang kaum bis gar nicht. Die Bestimmung von Biomarkern scheitert regelmäßig daran, dass Rückstände etwa des Bluts die empfindliche Sensorik der Messgeräte verschmutzt und deren Leitfähigkeit vermindert. Das verhindert eindeutige Ergebnisse der Messungen.
 

In ihrem „eRapid“ gelingt es den Forschern in den USA nun simultan gleich eine Reihe von Biomarkern in einem einzigen Blutstropfen zu detektieren. Das Wissenschaftsportal Phys.org zitiert Pawan Jolly aus dem Forscher-Team mit den Worten: „Wann immer ein Antikörper vorhanden ist, findet ihn unser eRapid.“
 

Schutzfilm aus Nanomaterialien 

Dazu aber war es nötig, das Messinstrument mit einem Schutzfilm zu überziehen. Er verhindert, dass die Sensorik verschmutzt und garantiert zugleich, dass deren Sensibilität erhalten bleibt und gute Resultate liefert. Die Wissenschaftler probierten dafür viele Varianten aus. Schließlich experimentierten sie mit einer porösen dreidimensionalen Matrix aus Rinder Albumin Serum und Glutaraldehyd, die sie – um sie leitfähig zu machen – mit Nano-Golddrähten und Nano-Kohlenstoffröhrchen umhüllten. So können sie das Messgerät nach Gebrauch abwaschen und später erneut verwenden. Es liefert dabei immer noch Signale, die exakt und stark genug sind.
 

In ihren Tests mit dem Gerät entdeckten die Forscher 90 Prozent der möglichen Biomarker, schreibt Phys.org über den neuen Medizin-Check im Smartphone-Format.
 


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.

Kommentare (0)

Es können folgende HTML Formatierungen verwendet werden: <b> <i> <u>

Fußleiste