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Neue Dimension der Wasserstoffproduktion aus Meerwasser

(10.12.2019) Forscher der University of Central Florida (UDF) in Orlando sprechen von einem „Durchbruch“: Sie entwickelten einen neuen Katalysator aus Nanomaterialien, mit dem sie aus Meerwasser und Sonnenlicht einfach, rasch und kostengünstig Wasserstoff abspalten und ihn als klimafreundlichen Treibstoff in Brennstoffzellen nutzen können.
 

Der Wissenschaftsteil der Zeitung „The Economic Times“ sieht in dem Forschungsergebnis die Chance für viele sonnenverwöhnte Küstenländer auf der Erde zum wirtschaftlichen Aufstieg durch eine gesicherte Energiezukunft. Bislang nämlich war die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser viel zu energieaufwändig, um wirtschaftlich sinnvoll nutzbar zu sein.
 

Fotokatalysator nutzt viel breiteres Lichtspektrum

UCF-Professor Yang Yang glaubt, „ein neues Fenster aufgestoßen zu haben“. Die Wasserstoff-Extraktion gelang bislang meist im Labor und mit gereinigtem Süßwasser. Die Nutzung von salzigem Seewasser dagegen stellt Techniker und Ingenieure vor ganz andere Herausforderungen.
 

Dafür stellte Yang Yang einen neuen Fotokatalysator her. Er nutzt ein viel breiteres Spektrum der Wellenlängen des Sonnenlichts als herkömmliche Katalysatoren. Yangs Hybridmaterial überzieht einen ultradünnen Film aus Titandioxid mit nanoskaligen Hohlräumen. In diese legt er Nanoflakes mit einer nur ein Atom „dicken“ Schicht aus Molybdänsulfit. Damit schaffen es der Wissenschaftler und sein Team, Licht vom Ultraviolett- bis in den Infrarotbereich einzufangen und für ihre Reaktion zu nutzen.
 

Das leisten bisherige Katalysatoren nicht. Yangs neue Variante steigert die Effizienz um mehr als das Doppelte.
 

Da der Forscher seinen neuen Katalysator relativ günstig und einfach produzieren kann, setzt er jetzt darauf, damit die Wasserstoff- und damit die Produktion von klimafreundlicher Energie in bislang nicht geahnte Dimensionen zu bringen.
 


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