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Was Verbraucher aktuell wissen möchten

(02.07.2021) Verbraucherinnen und Verbraucher können Fragen zu Nanomaterialien, zur Anwendung von Nanotechnologien oder zu möglichen Risiken an die Redaktion des Nanoportals stellen. Von dort erhalten sie nach eingehender Recherche und Auswertung der Fakten eine ausführliche Antwort. Zurzeit drehen sich die Fragen vor allem um COVID-19-Impfstoffe mit Nanopartikeln. Aber auch andere Themen, z. B. zu Nanomaterialien in Kosmetik, Medikamenten oder Textilien, sind gefragt.
 

Sofern die Fragestellerinnen und Fragesteller einverstanden sind, werden Fragen und Antworten verallgemeinert und anonymisiert im Nanoportal Baden-Württemberg veröffentlicht. Auf diese Weise prägen die Nutzerinnen und Nutzer die Inhalte des Verbraucherportals mit. Wir geben einen Überblick über die aktuellen Anliegen und fassen die Antworten kurz zusammen.

Nanopartikel in COVID-19-Impfstoffen

Thema sind die Lipid-Nanopartikel, die in den mRNA-basierten Impfstoffen enthalten sind. Fragen zur Sicherheit, zum Verhalten im Körper und zum Zusammenhang zwischen Lipid-Nanopartikeln und PEG erreichten die Nanoportal-Redaktion.

Foto: www.pixabay.com

Die Lipid-Nanopartikel bestehen aus bestimmten Fetten, auch Lipiden genannt. Von ihnen gehen nach dem derzeitigen Kenntnisstand keine gesundheitlichen Gefährdungen aus. Sie wirken nicht schädigend auf die Zellen des menschlichen Körpers. Zu Frage und Antwort

Die Verbindungen ähneln den Fetten, die auch im menschlichen Körper vorkommen. Daher ist davon auszugehen, dass sie sozusagen „biologisch abbaubar“ sind und im Stoffwechsel wie andere Fette auch, z. B. aus der Nahrung, abgebaut werden. Zu Frage und Antwort

Die Lipid-Nanopartikel enthalten PEG. Sie werden in der Hülle eingesetzt, die die Partikel umgibt und sorgen dafür, dass sie besser löslich sind. Zu Frage und Antwort

Nanomaterialien in Kosmetik

Hierbei geht es um nanoskalige UV-Filter und Mikroplastik. Themen sind der Inhaltsstoff Nano-MBBT und einen Zusammenhang zu Mikroplastik sowie mögliche Risiken durch Nano-Titandioxid und Nano-Zinkoxid in Sonnencreme bei der Anwendung auf geschädigter Haut.

Bei nanoskaligem MBBT handelt es sich um einen UV-Filter. Unter Mikroplastik werden dagegen kleinste feste Kunststoffteilchen verstanden. In kosmetischen Mitteln kommen sowohl feste als auch gelöste Kunststoffe zum Einsatz. In welcher Form der Kunststoff vorliegt, lässt sich anhand der Angaben zu den Inhaltsstoffen nicht unterscheiden. Zu Frage und Antwort

Was die Sonnencreme mit Nanopartikeln als UV-Filter betrifft, wird empfohlen, sie nur auf intakter Haut anzuwenden, um ein mögliches Eindringen der Partikel in tiefere Hautschichten und in die Blutbahn zu vermeiden. In gesunde und auch in sonnenbrandgeschädigte Haut dringen Nanopartikel nach dem derzeitigen Kenntnisstand jedoch nicht ein, da die Oberhaut eine wirksame Barriere darstellt. Zu Frage und Antwort

Nanomaterialien in Hilfsstoffen

Die Bedenken betreffen die als Hilfsstoffe in Medikamenten verwendeten Substanzen Talkum und Siliciumdioxid und ihre möglichen gesundheitsschädigenden Wirkungen.

Foto: www.pixabay.com

Talkum, das in Arzneimitteln verwendet wird, muss entsprechend der rechtlichen Anforderungen asbestfrei sein. Er wird auch als Lebensmittelzusatzstoff verwendet (E 553b) und darf als solcher ebenfalls kein Asbest enthalten. Er gehört zu der Stoffgruppe der Silikate, die bisher gesundheitlich als unbedenklich gelten. Talkum kann Anteile an Nanomaterialien enthalten.

Auch Siliciumdioxid (E 551) wird als Lebensmittel-Zusatzstoff eingesetzt und enthält nanoskalige Anteile. Es gibt Hinweise aus Untersuchungen, dass Siliciumdioxid einen negativen Einfluss auf den Darm haben könnte. Allerdings lassen sich aus den Ergebnissen noch keine Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen beim Menschen ableiten. Zu Frage und Antwort

Nanomaterialien in Textilien

Bei diesen Anfragen stehen gesundheitliche Gefahren von Nanomaterialien in schmutzabweisenden Stoffbezügen und die Einschätzung zu Nanosilber in Alltags-Masken im Vordergrund.

Foto: www.pixabay.com

Um Polsterbezüge (und andere Textilien) mit schmutzresistenten, wasser- und fettabweisenden Oberflächen auszustatten, werden häufig Beschichtungen mit nanofeinem Siliciumdioxid eingesetzt. Sie sind durch das Herstellungsverfahren fest mit der Faser verbunden, um dort ihre Funktion zu erfüllen. Zwar kann es durch den Gebrauch zu Abrieb am Stoff kommen – dabei werden jedoch nicht einzelne Nanopartikel, sondern stets Fasern frei. Bei der Nutzung ist somit nach dem derzeitigen Kenntnisstand mit einem gesundheitlichen Risiko durch einen Kontakt mit Nanopartikeln nicht zu rechnen. Zu Frage und Antwort

Mund-Nasen-Masken mit Nanosilber sollen einen zusätzlichen Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 bieten. Wegen der bisher nicht einschätzbaren Risiken raten Experten davon ab, Masken mit Nanosilber zu verwenden. Abgesehen von dem noch zu klärenden Nutzen ist zu prüfen, inwieweit es zu möglichen negativen gesundheitlichen Effekten an der Haut durch den direkten Kontakt kommen kann. Weiterhin könnten sich durch die Atemluft oder den Speichel Nanosilber-Partikel aus den Masken lösen, deren Wirkung ebenfalls noch zu klären ist. Zu Frage und Antwort

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Weitere Fragen und Antworten zu Nanomaterialien, ihren Risiken und ihrem Nutzen in Anwendungen von A wie Automobilbau bis Z wie Zusatzstoffe finden Sie in der Rubrik „Ihre Fragen“.


Neugierig? Mehr Meldungen aus der Nano-Welt finden Sie in unserem Archiv.

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